top of page

Warum Gewinn nicht gleich Geld ist

  • Autorenbild: Alturo
    Alturo
  • 17. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

„Wir haben Gewinn gemacht, aber auf dem Konto ist nichts."


Diesen Satz höre ich so oft, dass ich langsam überlege, ein Patent darauf anzumelden.


Und er bringt eines der grössten Missverständnisse im unternehmerischen Alltag auf den Punkt:

Gewinn und Liquidität werden gerne verwechselt. Dabei sind es zwei völlig verschiedene Dinge.


Wer das nicht trennt, fliegt blind.

Und genau hier beginnt die Arbeit, die über reine Buchhaltung hinausgeht.



Gewinn und Geld sind nicht dasselbe


Der Gewinn steht in der Erfolgsrechnung.

Das Geld liegt auf dem Konto.


So weit, so logisch.


Das Problem: Die beiden bewegen sich oft unabhängig voneinander.

Du kannst schwarze Zahlen schreiben und trotzdem Mühe haben, die nächste Lohnzahlung zu stemmen.


Warum das so ist, zeigen drei typische Situationen:



1. Offene Rechnungen


Du hast deine Leistung erbracht, die Rechnung gestellt und den Umsatz verbucht.

In der Erfolgsrechnung steht der Gewinn.

Auf dem Konto steht: nichts.


Denn solange der Kunde nicht bezahlt, ist es Gewinn auf dem Papier.


Ein Beispiel:

Du stellst im Dezember CHF 50'000 in Rechnung, zahlbar innert 30 Tagen.

Der Gewinn fällt ins alte Jahr.

Das Geld kommt frühestens im neuen.


Dazwischen liegen Wochen, in denen du Löhne, Miete und Lieferanten trotzdem bezahlen musst.



2. Lager


Ware, die im Regal liegt, hast du bezahlt.

Im Abschluss taucht sie nicht als Aufwand auf, sie ist ja noch da.


Aber das Geld dafür ist weg.


Ein gut gefülltes Lager sieht nach Substanz aus.

Liquidität ist es keine.



3. Investitionen


Die neue Maschine kostet CHF 60'000 und ist heute bezahlt.


Steuerlich schreibst du sie über mehrere Jahre ab.

Im Abschluss erscheint also nur ein Teil als Aufwand.


Das Geld ist aber sofort und vollständig weg.


Voller Abfluss jetzt, kleiner Kostenausweis später.



Warum das gefährlich werden kann


Ein Unternehmen kann profitabel sein und trotzdem in einen Liquiditätsengpass laufen.


Das klingt paradox, ist aber Alltag.


Ein Verlustjahr lässt sich erklären und überstehen.

Eine leere Kasse selten.


Genau deshalb reicht der Blick auf den Jahresabschluss nicht aus.

Er zeigt, was war.


Für die Steuerung brauchst du den Blick nach vorne:

Wie entwickelt sich deine Liquidität in den nächsten Wochen und Monaten? Wann wird es eng?

Und was kannst du heute tun, damit es gar nicht so weit kommt?



Mein Ansatz


Ich verstehe mich nicht als Buchhalter, der einmal im Jahr erklärt, was gewesen ist.


Sondern als Sparringpartner, der mit dir hinschaut, was kommt.


Liquiditätsplanung ist kein Hexenwerk.

Aber sie braucht Regelmässigkeit und jemanden, der die Zahlen lesen und einordnen kann.



Denn am Ende gilt:

Gewinn ist Theorie.

Liquidität ist Realität.


Und Löhne zahlt nur das Geld auf dem Konto.



Du willst wissen, wie es um deine Liquidität steht?

Melde dich, wir schauen gemeinsam drauf.




bottom of page